Öko-TEx Standard 100

Ausgabe 01 /2011

Standartinhaber und beteiligte

Internationale Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie mit Sitz in Zürich/ Schweiz (dazu gehören u.a. auch das Österreichische Textil-Forschungsinstitut (ÖTI) und das Forschungsinstitut Hohenstein)


Klassifizierung

Humanökologie, Gesundheitslabel
Instiutionell unhabhänig
Typ B, Typ 1

Ziel, Hintergrundinformationen

Schadstoffprüfung in Textilien (inkl. Zubehör) für textile Roh-, Zwischen- und Endprodukte aller Verarbeitungsstufen. Die Zertifizierung berücksichtigt verschiedene humanökologische Aspekte, unter anderem der Einsatz von gesundheitsgefährdenden Stoffen bzw. die Einhaltung von Grenzwerten als Rückstände auf dem Produkt. Schadstoffprüfung auf gesetzlich verbotene und reglementierte Substanzen durch neutrale Prüflabore (gehen nur teilweise über gesetzliche Bestimmungen hinaus).
Das Label berücksichtigts lediglich Gesundheitsaspekte des Konsumenten. Grenzwerte gehen nur geringfügig über gesetzliche Anforderungen hinaus.

Prüfnummer und dazugehöriges Prüfinstitut ist auf dem Label vorgeschrieben.

Geltungsbereich / Regelbereich

Geltungsbereich

Zertifiziert werden Produkte und Zwischenprodukte auf allen Produktionsebenen. Der Standard ist anwendbar für Textilien und Lederprodukte, Matratzen, Zutaten/ Accesoires, Federn/Daunen, Heimtextilien und ähnliche Materialien/Produkte.
Rückstandsgrenzwerte sind in vier Produktklassen eingeteilt:
Klasse I Baby, Kinder
Klasse II direkter Hautkontakt
Klasse III ohne direkten Hautkontakt
Klasse IV Dekorationsmaterial

 

Regelbereich

Geprüft werden textile Endprodukte und Zwischenprodukte (wie Garne, Zutaten), keine Verarbeitungskriterien

Absicherungssystem / Konformitätsprüfung

Es werden Schadstoffanalysen an textilen Produkten durchgeführt und damit die Einhaltung der vorgebenen Grenzwerte geprüft. Die Muster hierfür schicken die Labelnutzer ein. Die Firmen unterzeichnen eine Konformitätserkärung. Inzwischen wird bei den Firmen, die das Öko-Tex-100 Zertifikat nutzen, zusätzlich alle drei Jahre ein Audit Vorort durchgeführt.

Märkte

Die derzeit 80 Mitgliedsunternehmen repräsentieren über 120 Marken und sind in sieben europäischen Ländern vertreten. Mitglieder-Produkte werden in über 20.000 Filialen in mehr als 80 Ländern auf der ganzen Welt verkauft. Die FWF ist in 15 Produktionsländern in Asien, Europa und Afrika aktiv (Bangladesch, Bulgarien, China, Indien, Litauen, Mazedonien, Polen, Portugal, Rumänien, Thailand, Tunesien, Türkei, Ukraine und Vietnam).