

Naturparks, Strände, historische Städte sind die interessanten Ziele für Malaysia-Reisende, sei es im Westen Peninsula Malaysia oder im Osten Sabah und Sarawak auf der Insel Borneo. Melaka ist Malaysias historischste Stadt. Portugiesen, Holländer und Engländer hinterließen mit dem Stadthuys, der Christ Church oder St. Paul's Church, Forts usw. ihre Spuren. Nach einer Besichtigungsrunde auf einer der liebevoll verzierten Fahrradrickshaw, zieht es einem sofort zurück in die Chinesischen Straßen. Dort laden die zahlreichen Antiquitätengeschäfte zum Bummeln ein und dem Kaufen kann kaum einer wiederstehen. Die größeren Souvenirs, wie ein antiker Schrank z.B., lässt man einfach verschiffen und gegen einen Aufpreis wird dieser dann nach einigen Monaten tatsächlich bis an die Haustür geliefert.
Eine große Auswahl an günstigen Souvenirs, besonders Markenimitate aller Art, gibt es auch auf den vielen bunten Märkten in Kuala Lumpur. Der nächtliche Besuch des Marktes in Chinatown bereitet ein besonderes Vergnügen, wenn die Restaurants mit ihren Tischen auf die Straßen wandern und die fliegenden Händler ihre Waren anpreisen. In der Hauptstadt Malaysias vermischt sich Alt mit Neu, Echt und Unecht. Unterhalb der Petrona Twin Tower, das Wahrzeichen der Stadt, befindet sich ein modernes Einkaufszentrum, hier wird jeder fündig, der nach den "Originalen" Ausschau hält.
Welche Probleme die Produktpiraterie bei den Markenherstellern verursacht, soll kurz erläutert werden. Der Kauf von Piratenware hat immense wirtschaftliche Folgen. Es wird geschätzt, dass der Schaden am Welthandelsvolumen jährlich ca. 10 % beträgt. Alleine in Deutschland soll sich der Schaden laut Bundeskriminalamt auf 27 Mrd. EURO pro Jahr belaufen und der jährliche Verlust von 70 000 Arbeitsplätzen mit sich ziehen. Selbst der Staat wird um Einnahmen geprellt, da von diesen Umsätzen keine Steuern abgeführt werden.
Hauptopfer der Produkt- und Markenpiraterie sind Textil- und Uhrenhersteller, aber auch die Autoindustrie, Elektronik- und Pharmakonzerne bleiben davon nicht verschont. Gefälscht wird alles was teuer ist und im Trend liegt. Die gut erkennbaren, oft aber auch kaum erkennbaren Fälschungen, werden hauptsächlich im ehemaligen Ostblock und in asiatischen Ländern hergestellt. Inzwischen werden diese Produkte nicht mehr nur auf den asiatischen Touristenmärkten verkauft, sondern gehen bereits auch in Europa und USA über den Ladentisch. Unternehmer, die in ihre Markenprodukte investiert und Werbeaufwand betrieben haben, um erfolgreich auf dem Markt zu sein, werden um ihren rechtmäßigen Gewinn betrogen.
Um vor der immer dreisteren Produktpiraterie zu schützen, die zudem immer noch als Kavaliersdelikt behandelt wird, sind schärfere also strafrechtliche Maßnahmen erforderlich. Das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung fehlt jedoch, denn kein Käufer wird geschädigt, wenn er offensichtlich gefälschte Artikel kauft. Bei der Verfolgung der Produktpiraterie müssen Staat und Wirtschaft zusammenarbeiten. Seit 1997 gibt es den "Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V." (APM), der mit gebündelten Kräften aus der Wirtschaft den Fälschern das Handwerk legen will.
Damit die Fälschungen von den Originalprodukten besser unterschieden werden können, sind die Unternehmen gezwungen Sicherheitstechniken einzusetzen. Für Textil- und Bekleidungshersteller bietet 3M Security Market Center ein Einnäh-Sicherheitsetiketten an, das vor Missbrauch schützt und von Hersteller bis Händler einfach zu verfolgen ist. Auf den ersten Blick erscheint dieses, mit Markenlogo und Produktnummer bedruckt, wie ein übliches Etikett. Zusätzlich ist auf diesem Etikett noch der unsichtbare "Confirm-Spezialfilm" mit einem Generic- oder einem kundenspezifischen Sicherheitsmerkmal (Motiv oder Schriftzug) integriert. Diese Sicherheitsmerkmale werden erst unter UV-Licht oder einem sog. Retroviewer sichtbar. [s. BW 20/99, S. 27]
Die Öko-Textil-Anbieter kämpfen eher gegen Trittbrettfahrer und Missbrauch der Begriffe "Öko, Natur oder Bio" in der Werbung und somit für die Glaubwürdigkeit ihrer Produkte.
Auch zur Absicherung gegen den Öko-Schwindel gibt es Lösungen, it fits macht Ihnen gerne einen Vorschlag.
